Die Philippinen

Die Philippinen – ein Paradies mit vielen Herausforderungen

Vulkane, exotische Früchte und Tiere, Meeresstrände mit kristallklarem Wasser, Palmen und weißem Sand … Die Philippinen sind mit ihren traumhaften Südseeinseln auf den ersten Blick wohl das, was wir uns unter einem tropischen Paradies vorstellen. Die vielen großen Probleme des Landes und die oftmals harte Lebenswirklichkeit der Bewohner werden erst auf den zweiten Blick sichtbar.

Entbehrungsreiches Leben von der Landwirtschaft

Das Dorf Surop, in dem die Kokosnüsse für unsere Faire Kohle geerntet werden, liegt in der Provinz Davao Oriental.  Hier leben die Menschen, insgesamt ein Drittel der philippinischen Bevölkerung, vor allem von der Landwirtschaft, meist als Selbstversorger. Neben Kokosnüssen werden hauptsächlich Reis, Weizen, Abaca, Mango und Orangen angebaut. Auch wenn die Ernte des „Baum des Lebens“ ertragreich ist, die Produktivität des Agrarsektors ist aufgrund des hohen Anteils der Subsistenzwirtschaft insgesamt gering.

Die Folge: Landflucht

Rund ein Viertel der philippinischen Bevölkerung lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze, mehr als zehn Prozent gelten als extrem arm. Auch wenn die Philippinen aktuell mit einer Wachstumsrate von durchschnittlich sechs Prozent als eine der dynamischsten Volkswirtschaften Südostasiens gilt, profitiert die mehrheitliche Bevölkerung nicht von dauerhaften Verbesserungen. Gerade die ländlichen Regionen gelten als wirtschaftlich rückständig. Unterbeschäftigung und Arbeitslosigkeit sind hier überproportional und treiben viele junge Philippinerinnen und Philippiner in die größeren Städte – besonders in die Hauptstadt Manila, wo vor allem moderne Elektronik-Industrie und boomender Dienstleistungssektor bessere Beschäftigungsmöglichkeiten versprechen. Gerade gut ausgebildete Fachkräfte verlassen sogar oftmals ihre Heimat, um im Ausland zu arbeiten.

Das Klima und seine Folgen

Davao Oriental ist die südöstlichste Provinz von Mindanao, einer der drei Hauptinseln der Philippinen. Wie auf dem gesamten südostasiatischen Archipel mit seinen insgesamt 7.107 Inseln herrscht hier maritimes Tropenklima. Was auf der einen Seite eines der artenreichsten Ökosysteme der Welt erst ermöglicht, wirkt sich auf der anderen Seite immer wieder höchst zerstörerisch aus. Heftige Taifune und tropische Stürme ziehen regelmäßig über die Philippinen, verwüsten weite Landstriche und fordern zahlreiche Todesopfer. Laut Klima-Risiko-Index von Germanwatch liegen die Philippinen auf Platz fünf der von Naturkatastrophen am meisten betroffenen Ländern weltweit. Überbevölkerung, Raubbau an natürlichen Ressourcen und die Folgen des Klimawandels wirken sich zusätzlich auf die philippinische Umwelt aus und stellen das Land vor große Herausforderungen.

 

Quellen:
BMZ: Bundeszentrale für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Auswärtiges Amt
Germanwatch